Wieder auf Titelkurs 30.11.2009
TENNIS Damen des RC Hamm peilen erneut Westfalenmeisterschaft an
Erster Punktverlust beim 3:3 gegen den TC Rödinghausen
HERBERN, 29.11.2009. Den Tennis-Damen des RC Hamm ist der Gruppensieg auf dem Weg zur vierten Westfalenmeisterschaft in Folge kaum noch zu nehmen. Zwar erreichte das Team im Heimspiel in Herbern gegen den TC Rödinghausen nur ein 3:3, doch das bessere Satzergebnis sprach für die Gastgeberinnen. Zudem musste sich auch Münster, der hartnäckigste Verfolger des weiter ungeschlagenen RC, mit einem Remis begnügen. "Wir sind also weiter Spitzenreiter", meinte Trainer "Stoffel" Reichert.
Für die größte Überraschung in den Einzelbegegnungen sorgte Caroline Wegner. Die erst 16-Jährige machte gegen die 27 Jahre ältere Florentina Curpene mehr als nur eine gute Figur. Sie hielt den Routinier so sehr in Schach, dass Wegner den zweiten Satz sogar ohne Punktverlust für sich entschied. "Es ist schon überraschend, dass Caro so überragend gewonnen hat", freute sich Dr. Peter Westerheide, 2. Vorsitzender und Sportwart des Ruderclubs. Curpene hatte zuvor noch kein einziges Spiel verloren. Noch vor etwa zehn Jahren hatte die frühere Stammspielerin bei TC Blau-Weiß Halle ihre Gegner wie Manon Kruse und Nicole Seitenbecher fest im Griff. "Doch Caro hat heute schnell gespielt. Da konnte ihre Gegnerin nicht mehr mithalten", meinte Westerheide und ergänzte, dass Erfahrung allein offensichtlich nicht das Maß aller Dinge sei.
Deutlich mehr Probleme hatte dagegen Seitenbecher. Gegen eine etwa auf Augenhöhe spielende Franziska König kam die Hammenserin zunächst nur schwer in Fahrt. Vor allem den guten Aufschlag von König bekam sie zunächst nicht so richtig in den Griff. Im weiteren Verlauf fand Seitenbecher zwar zunehmend besser in die Begegnung, doch zu viele Aussetzer, vor allem in Hinblick auf die Konzentration, hielt den Ausgang dieser Begegnung stets offen und verlangte den Kontrahentinnen daher einen langen Atem ab. Im entscheidenden dritten Satz gab sie sogar eine 40:0-Führung wieder aus der Hand. "Nicole hat etwas unglücklich verloren, aber kämpferisch eine gute Leistung gezeigt", urteilte Westerheide, und nahm seine Spielerin in Schutz. Denn Seitenbecher konnte berufsbedingt nicht so viel trainieren wie sonst. Daher sei diese Niederlage "kein Beinbruch".
Auch Desiree Schelenz gelang es nicht, sich gegen Christiane Hoppmann durchzusetzen. "Für eine Nummer vier hatte Desiree eine äußerst starke Gegnerin", sagte Westerheide. Hoppmann nahm bereits an der WTA-Tour teil "und hat ihr Können nicht verlernt".
Erwartet souverän bezwang dagegen Manon Kruse Maren Sundermeier und brachte ihre Gegnerin besonders mit ihrem guten Aufschlag zur Verzweiflung.
In den Doppeln gab es einen Sieg und eine Niederlage für den RC. Während Kruse/Seitenbecher souverän mit 6:1, 6:1 gegen Sundermeier/Hoppmann gewannen, verloren Wegner/Schelenz glatt mit 2:6, 1:6 gegen König/Curpene.
mg
Ergebnisse: Manon Kruse – Maren Sundermeier 6:3, 6:2; Nicole Seitenbecher – Franziska König 5:7, 6:4, 6:7; Caroline Wegner – Florentine Curpene 6:3, 6:0; Desiree Schelenz – Christiane Hoppmann 3:6, 3:6; Kruse/Seitenbecher –Sundermeier/Hoppmann 6:1, 6:1; Wegner/Schelenz – König/Curpene 2:6, 1:6
Auf dem Weg zum vierten Titel "Winter-Westfalenmeister" in Folge:
v.l. Manon Kruse, Desiree Schelenz, Steffi Plümpe, Nicole SeitenbecherFoto: Marcel Guboff